Raffinierte Öle

Als ich Kind war, gab es bei uns zu Hause nur eine Ölsorte. Das war das billigste Öl aus dem Discounter in einer beim Zusammendrücken knisternden Plastikflasche. Es war raffiniertes Sonnenblumenöl. Damit wurden Salate angemacht, Fleisch und Gemüse angebraten und Kuchen gebacken. So wird das heute in vielen Haushalten immer noch gemacht, obwohl die Ölauswahl riesengroß ist.

Jedes Öl hat eine andere Zusammensetzung der Fettsäuren. Fettsäuren sind für unseren Stoffwechsel lebensnotwendig. Wir brauchen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie gesättigte Fettsäuren. Ob gesättigt oder ungesättigt, das hängt von der Molekülstruktur (Anzahl der Doppelbindungen zwischen den Atomen) der jeweiligen Fettsäure ab. Je gesättigter die Fettsäure ist, desto unempfindlicher ist sie gegen Hitze, Licht und Oxydation. Je mehr Doppelbindungen die Fettsäure hat, also je ungesättigter, desto empfindlicher ist sie. Für unseren Organismus bedeuten ungesättigte Fettsäuren Schutz gegen Oxydation der Zellen und der Zellorganellen, also auch gegen deren Zerfall, was einen verjüngenden Effekt hat. Da Öle nicht die einzige Antioxydantien sind, die man zu sich nehmen kann, bilden diese nur ein einziges Puzzleteil des Ganzen. Auch gesättigte Fettsäuren braucht der Mensch. Sie dienen vorwiegend folgender Funktionen: Kalzium- und Magnesiumaufnahme, Schutz der Omega- Fettsäuren, Herzschutz, für ein funktionierendes Atmungssystem, stärkt die Immunabwehr u.a.

Allgemein dienen Öle bzw. Fette auch dem Transport der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, dem Aufbau der Zellwände, als Baustein von Botenstoffen u.a.
Die besten Öle sind „lebendige Öle“. Lebendig sind sie nur, wenn sie direkt und kalt gepresst wurden und ohne Zusätze direkt in ein licht- und sauerstoffgeschütztes Glasgefäß abgefüllt sind. Nur so kann das Öl all seine gesundheitsfördernden Eigenschaften an den Konsumenten weitergeben. Oft werden die Konsumenten regelrecht geblendet, indem der Hersteller sein denaturiertes Öl in Braunglasflaschen abfüllt. Damit suggeriert er dem Käufer, er würde hier ein gesundes und besonderes Öl kaufen, was im Endeffekt aber nicht besser ist, als das wesentlich billigere Öl in der hellen Plastikflasche aus dem Discounter.

Der Markt bietet so viele Öle an, dass es für den Laien kaum überschaubar ist, für was denn die alle gut sein sollen. Die meisten Leute greifen deshalb zu den altbekannten Sorten: Sonnenblumenöl, Rapsöl und Olivenöl.
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