Auszugsmehle

Getreide gibt es schon seit einigen Millionen Jahren. Der Mensch hat es vor etwa 20000 Jahren als essbare Ährenfrucht entdeckt und angebaut. Es fing mit der Gerste an. Das haben Ausgrabungen in Ägypten bewiesen. Vor etwa 10000 Jahren wurde dann in Europa das Einkorn und Emmer kultiviert. Später entdeckten die Menschen, dass das gemahlene Korn bekömmlicher ist und sich daraus Fladenbrote herstellen ließen. Das Brot war geboren. Man konnte die Körner des Sommers lagern und im Winter daraus nahrhaftes Brot herstellen. Ein Segen für die Menschheit im europäischen kalten Winter, wo es zu der Zeit kaum pflanzliche Nahrung gab. Die damaligen Menschen haben das Korn kurz vor der V erarbeitung vermahlen, so dass alle Vitalstoffe, was sie ja nicht wussten, erhalten blieben. Allerdings gab es bei den Menschen vor etwa 2000 Jahren auch schon ernährungsbedingte Stoffwechselerkrankungen, wie Ausgrabungen bewiesen. Das war allerdings nur bei der reichen Bevölkerungsschicht der Fall. Diese wussten nämlich schon, wie man das weiße Mehl von den anderen gesunden Bestandteilen aussieben konnte. Diese leckeren Weißmehlprodukte waren auch nur den Reichen vorbehalten.

Erst mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, genauer gesagt 1873, wurde das erste Auszugsmehl in einer pariser Dampfmühle produziert.
Was ist Auszugsmehl? Und warum hat man das hergestellt?
Auszugsmehle werden hergestellt, indem der Keimling und die Randschichten des Korns bei der Vermahlung entfernt werden. Dadurch gehen etwa 75% aller Vitalstoffe verloren, das was der Mensch eigentlich zur Verstoffwechselung des Mehls benötigt. Dadurch wird der Teig bei der Herstellung von Gebäck geschmeidiger und luftiger. Das Mehl hat eine längere Haltbarkeit, weil der ölhaltige Kern fehlt, der dem Menschen essentielle ungesättigte und gesättige Fettsäuren schenken würde. Diese neuen Abfälle aus der Mehlherstellung (Keimling und Randschichten), mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen, wurden dann zu Tierfutter verarbeitet. Die Tiere wurden stärker und die Menschen ärmer mit Vitalstoffen versorgt. Das neue Mehl gefiel den Bäckern und den Verbrauchern. Wegen der hohen Nachfrage wurde es zum Blockbuster und die ganze Welt backt nun damit. Geht man heute in eine normale Bäckerei, so findet man dort zu etwa 98% nur Produkte aus Auszugsmehlen. Mittlerweile werden die Auszugsmehle sogar noch mit industriell hergestellten Zusatzstoffen aufgepeppt, damit die Backqualiät verbessert wird und möglichst gleichbleibend ist. Nur weil der Verbraucher ja so anspruchsvoll ist und das Auge ja gewöhnlicherweise mitisst.

Diese Zusatzstoffe sind: Enzyme, die durch gentechnisch veränderte Mikroorganismen hergestellt werden, Bromate (Krebserregend) oder Bromatersatzstoffe, Ascorbinsäure, Oxidationsmittel, Vitamine, Mineralstoffe, Emulgatoren, Trennmittel, Diacethyl- Weinsäureester usw.

Da viele der Zusatzstoffe nach dem Backen nicht mehr nachweisbar sind, unterstehen diese nicht der Deklarationspficht. Außerdem ist das unverpackte Brot beim Bäcker grundsätzlich von der Deklarationspflicht befreit. Im Grunde wollen die Verbraucher diese Zusatzstoffe nicht. Aber was man nicht weiß, macht einem nicht heiß. Der Großteil der Verbraucher denkt, dass man beim Bäcker noch gute Backwaren bekommt. Leider ist dem nicht so. Selbst der kleine Landbäcker backt mittlerweile mit Fertigbackmischungen. Die Brote erhalten dann auch noch „gesunde“ Namen, wie z.B. Fitnessbrot, Kraftkornbrot, Omega3-Brot, Dreikornbrot usw. Diese Brote sind keine Vollkornbrote! Metabolisch gesehen sind diese Backerzeugnisse ein Desaster für unseren Stoffwechsel und für unsere mikrobiellen Symbionten, die in uns leben und unsere Gesundheit unterstützen sollen.

Viele Bäckereiverkäuferinnen wissen nicht einmal den Unterschied zwischen Vollkornbrot und nicht Vollkornbrot. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und aus Medienberichten.
In vielen Ländern der Erde gibt es fast keine Vollkornprodukte.

Man denke an den Pizzateig und die Pasta aus Italien, die Fladenbrote aus der Türkei, das Toastbrot aus den USA, die weißen Brötchen aus England, der weiße, geschälte Reis aus Fernost usw.
Da Auszugsmehle mit der Wirkung auf unseren Stoffwechsel (Metabolismus) von isoliertem Zucker vergleichbar sind, gehe ich nicht mehr näher darauf ein. Hierzu lesen Sie das Thema „Zucker“.

Nur eines möchte ich hier noch einmal erwähnen:
Unsere Kinder werden mit Süßem und mit Weißmehlprodukten geradezu gemästet. Hierzu zählen: Brezeln, Berliner, Kaffeestückchen, Brötchen (außer Vollkornbrötchen), Pizza, Döner, Baguette u.v.m.
In unseren Kindern wird der Grundstein für Alterskrankheiten, Stoffwechselerkrankungen und Autoimmunkrankheiten gesetzt.
Stellen Sie sich mal vor, ein Erwachsener mit 80Kg Gewicht würde das Vierfache von den Süßigkeiten, Weißmehlprodukten und Süßgetränken zu sich nehmen, wie ein 6 jähriges Kind. Da dieses Kind etwa 1⁄4 an Masse besitzt, ist die vierfache Menge für den Erwachsenen realistisch. Der Erwachsene, egal welchen Alters, würde rasant zunehmen und schnell Stoffwechselerkrankungen bekommen. Viele Kinder auch.
Und nochmal zur Erinnerung: Isolierter Zucker und Auszugsmehlprodukte sind langfristig gesundheitsschädlich!
Deswegen, schützt unsere Kinder vor der ZUCKERSUCHT 

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